Katalogerläuterung - SZS

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Erläuterungen zu den Zuchtleistungsangaben:

4 W.-F. 12.6(10.2) bedeutet:
Im Durchschnitt von 4 Würfen wurden je Wurf 12.6 Ferkel geboren und 10.2 Ferkel aufgezogen.
Z.: 8/8 bedeutet: links 8, rechts 8 Zitzen


NN*             reinerbig stresssicher (über Vererbung)
NP*             mischerbig stresssicher (über Vererbung)
NN             reinerbig stresssicher (Tier wurde selbst MHS-getestet)
NP             mischerbig stresssicher (Tier wurde selbst MHS-getestet)




Erläuterungen zu den Angaben über die Mast- und Schlachtleistunsprüfung:

Bei der Rasse Weißes Edelschwein werden zwei kastrierte männliche Tiere und bei der Rasse Pietrain zwei weibliche Tiere der Mast- und Schlachtleistungsprüfung unterzogen. Anschließend werden die Schlachtkörperwerte nach dem Zerlegen und Abspecken festgestellt.



Zu den Angaben im Katalog

Mastleistung:
1. Tageszunahme (TGZ)
Diese errechnet sich aus Gewichtszuwachs im Prüfzeitraum dividiert durch die Prüfdauer in Tagen
2. Futterverwertung (FV)
Gibt den Futterverbrauch je kg Lebendgewichtszuwachs während des Prüfabschnittes an.


Schlachtleistung:
1. Muskelfleischanteil (Mfa %)
Mfa % ist der ermittelte Muskelfleischanteil in Prozent des Schlachtkörpers.
2. Intramuskuläres Fett (IMF)
Wird nach der Soxhlet-Methode im Karree festgestellt und in Prozent ausgedrückt.
3. Körperlänge
Diese wird hängend in cm gemessen (vom 1. Halswirbel bis zur Beckenschlossinnenkante)
4. Fett-Fleischverhältnis
Drückt nach Verwiegung das Verhältnis zwischen abgetrenntem Oberflächenfett und den wertvollen Teilstücken (Karree und Schinken) aus.
5. Karreefläche in cm2  
Die Feststellung erfolgt nach Durchtrennung des Karrees zwischen der 13 und 14 Rippe.

VG = Prüfergebnis der Vollgeschwister
NK = Durchschnittliches Prüfergebnis der Nachkommen
NZW = Naturalzuchtwert – die Angaben sind absolute Abweichungen vom Populationsmittel der lebenden zwei- und dreijährigen Herdebucheber und -sauen.




BLUP-Zuchtwertschätzung – Tiermodell:

Die zurzeit aktuellste und effizienteste Zuchtwertschätzmethode ist das sogenannte BLUP-Tiermodell-Verfahren, das weltweit in allen Sparten der Nutztierhaltung eingesetzt wird.
BLUP ist eine englische Abkürzung für ein statistisches Schätzverfahren und beschreibt im Wesentlichen die Eigenschaften der Methode:

B Best               Beste
L Linear             Lineare
U unbiased        Unverzerrte
P Prediction       Vorhersage (Schätzung)

Beim BLUP-Tiermodell-Verfahren wird die Ausschaltung der Umwelteinflüsse gleichzeitig mit der Schätzung der Zuchtwerte durchgeführt, wobei die verfügbaren Leistungen aller bekannten verwandten Tiere berücksichtigt werden.

BLUP Index:
Fasst die wichtigen Merkmale (Tageszunahme, Futterverwertung, Fleischanteil, Fleischbeschaffenheitszahl, IMF) der Mast- und Schlachtleistung entsprechend ihrer Gewichtung im Zuchtprogramm zusammen und erlaubt eine rasche Gesamtbewertung des Tieres.



Beispiel:

VG: 2T /918g  /2,27  /71,1%   /0,97IMF  /98,5cm  /11,79  /68,5cm2

VG:                          Vollgeschwisterprüfung
2T                            Anzahl der Prüftiere
918g                        Tageszunahme
2,27                         Futterverbrauch/kg Lebendgewichtszuwachs
71,1 %                    Muskelfleischanteil in Prozent (Mfa)
0,97 IMF                  Intramuskuläres Fett
98,5 cm                    Körperlänge
11,79                       Fett-Fleischverhältnis
68,5 cm2                 Karreefläche



Viel Freude mit Ihrem Eber

werden Sie haben, wenn Sie nachfolgende Ratschläge beherzigen:

Kein Sprungeinsatz innerhalb eines Zeitraumes von 14 Tagen (Eingewöhnungszeit).
Eine große Eberbucht mit etwas Stroheinstreu ist für den Eber notwendig (mind. 6m2). Er muss sich bewegen     
     können. Ein Auslauf für den Zuchteber bringt Vorteile.
Eine sparsame Fütterung für die Zeit nach der Umstellung (siehe Futteranleitung) erhöht die Sprungfreudigkeit!
Für den ersten Sprung soll eine gut rauschende, nicht zu große Sau ausgesucht werden.
Ein Sprung pro Tag genügt fürs Erste. Zwei Monate lang soll der Eber pro Woche nicht mehr als zweimal decken.
Die Sau muss nach dem Deckeinsatz vom Eber getrennt gehalten werden.


 
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